Archívum
zöldspárga észak-német módra – grüner spargel auf norddeutscher art
pénteken délután hazafelé kerekezve akadt meg a szemem egy étlapon. nagy betükkel az állt rajta, hogy “frische matjes”, azaz friss mátyáshering. ezt a téli lesoványodás után új életre kelő, fiatal, még növendék, üde és szaftos tavaszi heringet lágy ízűre sós pácban érlelik és frissen karikázott hagymával adják friss zsemlében. hollandiában és németországban (különösen északon) nagyon kedvelt étel.
attól a pillanattól másra sem tudtam gondolni és mire hazaértem, már egészen biztos voltzam benne, hogy vagy hering lesz vacsorára vagy semmi más. kicsit improvizáltam, mivel egy csokor zöldspárag is arra várt, hogy finom vacsora legyen belöle. rövid töprengés után megszületett az észak-német zöldspárga mátyásheringgel és német sültkrumplival.
4-5 szem közepesen nagy krumplit héjában 10 percig föztem (ne fözzük a krumplit puhára, mert sütés közben szétesik). ezalatt a sütöt elömelegítettem 200 °C-ra, majd elzártam és a még forró sütöbe tettem egy nagy tepsiben a zölspárgákat, pár csepp olívaolajjal meglocsolva hogy a melegben éppen csak megpárolódjanak. amíg megsült a krumpli, a spárga is elkészült, finom roppanós maradt, fantasztikus “zöld” aromával.
a krumplinak lehúztam a héját, 1,5-2 cm-es karikákra vágtam és egy felforrósított vasserpenyöben bö napraforgóolajon mindkét oldalról megsütöttem. nem kell, hogy ússzon az olajban a krumpli, de nem is szabad spórolni az olajjal. arra pedig érdemes felkészülni, hogy páraelszívó vagy tágra nyitott ablak ellenére is bizony olajszagú lesz a lakás. amikor a krumplit megfordítottam, rászórtam egy apróra vágott vöröshagymát, adtam hozzá sót, borsot, szerecsendiót és egy marék friss majoránnát.
a képen nem látszik, de volt hozzá füszeres túró is: 25 dkg túrót összekevertem 2 dl joghurttal, egy szétnyomott fokhagymacikkel, 2 ek olívaolajjal, sóval és kaporral.
freitag auf dem nach hause weg fiel mir eine empfehlung eines restaurants auf: “frische matjes”. es war ab diesem moment klar, matjes muss her. es wartete jedoch auch ein bund frischer grüner spargel darauf, auf den teller zu kommen. nach kurzer überlegung wurde zum spargel und matjes bratkartoffel gemacht.
ich mache die bratkartoffeln grundsätzlich aus pellkartoffeln, dabei versuche ich die kartoffeln nicht zu weich zu kochen, damit sie beim braten nicht zerfallen. nach dem pellen kommen die 1,5-2 cm dicken kartoffelnscheiben in die heisse eisenpfanne, wo sie in sonnenblumenöl von beiden seiten angebraten werden. zum schluss kommen gehackte zwiebel, salz, muskatnuss, pfeffer und frischer majoran dazu.
die grünen spargel weilen in der zwieschenzeit im auf 200°C vorgeheizten und ausgeschalteten backofen. die restwärme ist völlig ausreichen, um die grünen spargel knackig und aromatisch werden zu lassen.
ich habe eine art selbstentwickelter remouladensauce, die wunderbar zu den bratkartoffeln passen: 250g quark mit 200 ml joghurt, 2 el olivenöl, einer zerdrückten knoblauchzehe, salz und dill verrühren.
Matjes sind besonders milde Salzheringe, die durch Enzyme in einer Salzlake gereift sind. Der ursprüngliche Herstellungsprozess wurde bereits im Mittelalter in den Niederlanden entwickelt.
Es werden Heringe verwendet, die Ende Mai bis Anfang Juni in der Nordsee vor Dänemark oder Norwegen gefangen werden, bevor ihre Fortpflanzungszeit beginnt. Dann haben sie einen relativ hohen Fettgehalt (über 15 %) und Rogen oder Milch sind noch nicht ausgebildet.
Durch einen Kehlschnitt werden die Kiemen entfernt und der Hering teilweise ausgenommen; Teile des Darms und insbesondere die enzymhaltige Bauchspeicheldrüse verbleiben im Fisch. Anschließend werden die Heringe in einer Salzlake für ungefähr fünf Tage eingelegt, traditionell in Eichenfässern. Die Enzyme der Bauchspeicheldrüse fermentieren das Matjesfleisch teilweise, was als Reifung der Matjes verstanden wird. Das ohnehin gut verdauliche Fischeiweiß wird dadurch noch leichter verdaulich.
Bei niederländischen Matjes liegt der Salzgehalt der Lake deutlich niedriger als beim deutschen Loggermatjes, deswegen ist er später auch weit milder im Geschmack. Zum Schutz vor fischschädigenden Nematoden schreiben die Niederlande eine Tiefkühlung von mindestens –45 °C vor dem Einsalzen vor. Dadurch können Matjes auch unabhängig von der Jahreszeit produziert werden.
Der deutsche Begriff Matjes stammt vom niederländischen Maatjesharing. Dies ist eine Abwandlung von Maagdenharing, was so viel wie Mädchenhering oder Jungfrauenhering bedeutet und sich auf die geschlechtliche Unreife der gefangenen Heringe bezieht. (infos von hier)
7. hamburg kocht! – in kronshagen unter dampf – 7. hamburg föz(ött) avagy a gözfözde
das 7. hamburg kocht!-treffen hätte eigentlich perfekt sein können.
frau küchenlatein hat in ihr landhaus zum dampfgaren eingeladen. ihre küche war perfekt ausgestattet:
es gab einen backofen, der auch dampf erzeugt
(genauer gesagt dampfstoß im klimaprogramm)
einen einbaudampfgarer
(auf dem bild ist der hightech-tropfen-auffänger leider nicht zu erkennen)
einen bambuskorb mit zwei etagen
sabine brachte sicherheitshalber noch ihren tischdampfgarer mit
es gab zum ersten mal in der geschichte von hamburg kocht! einen rezepthalter. man lernt schließlich nie aus, denn bei den vorherigen treffen gab es des öfteren probleme mit vergessenen oder hinter der spülmaschine versenkten kochrezepten. man beachte die hightech-festhalte-einrichtung (rechts im bild), die von frau küchenlateins mann entworfen wurde.
ein weiteres hightech-gerät: der salatschleuder
bereits zum zeitpunkt unserer ankunft waren die zutaten für das dessert fein abgewogen auf einem extra-tablett vorbereitet. dies hat jedoch nicht verhindert, dass frau küchenlatein noch gefühlte 10 male ihre digitalwaage aus ihrem versteck kramen musste.
es gab mehrere unglücksfälle im laufe des tages. drei davon hingen mit dem material glas zusammen.
als erstes kippte ein volles glas mit feinstem rhabarber-sirup auf einen der wertvollen stühle (natürlich mit textil-sitzfläche). man beachte im bild die hightech-wasserflasche, die nur in kenntnis von besonderen tricks zu öffnen war. das zubereiten von wasser mit hilfe des dazugehörigen (und zugegebener maßen äußerst dekorativen) pinguin-wasserbereiters ist uns trotz mehrfacher einweisung von frau küchenlatein nicht gelungen. bedankenswerter weise war sie aber wenigstens immer schnell zur stelle, wenn wir wieder mal kurz vor dem verdursten waren.
als zweites kippte in der küche ein halbvolles gläschen grand marnier auf die wunderschöne rote arbeitsfläche. schade um das edle tropfen. glück im unglück, dass es wenigstens keine rotweinflecken hinterlassen hatte.
die gläsernen créme-caramel-förmchen konnten nun wirklich nicht dafür, dass ich im créme-caramel-herstellung völlig unerfahren war. im nachhinein weiss ich wenigstens, dass der temperartur im tischdampfgarer einfach zu hoch (95-97°C) war, anstelle von kontinuierlichen 80°C. eigentlich war es schließlich auch egal, denn die quoten-himbeeren habe ich dann auch ganz vergessen.
(teil II. mit den highlights, die es auch gab, folgt…)
foodbloggertreffen in hamburg – gasztroblogger-találkozó hamburgban
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das motto des tages hätte lauten können: der norden lädt zum kochen ein. denn es gab ein norddeutsches menü, mit viel fisch und sonstigen frischen meeresbewohnern. für festländler, wie mich sozusagen aus der puszta gab es einiges an unbekannten gerichten. da ich jedoch von haus aus neugierig und gut erzogen bin, habe ich alles brav probiert und ich muss sagen: es hat mir sehr gut geschmeckt, ich würde es wieder tun. ich meine, den gestrigen tag zu wiederholen inklusive nordseekrabben zum selber pulen. auch wenn ich es noch etwas üben muss, um davon innerhalb absehbarer zeit auch satt zu werden.
kleiner tipp: frische krabben auf schwarzbrot mit butter oder sogar mit rührei und gewürzgurken schmeckt einfach unglaublich lecker.
übrigens habe ich auch sprachlich was dazugelernt: denn bremisch korrekt heisst es eigentlich: granat pulen. die richtigkeit dieses ausdrucks konnte mir sogar mein freund gestern abend, als ich kurz vor mitternacht nach hause kam, bestätigen.
neben krabben gab es zwei riesige fischplatten. ich glaube, wenn es nichts anderes gegeben hätte, wären wir vom fisch und dem leckeren brot auch satt geworden.
für alle, die an diesem schönen herbst-samstag gern etwas warmes essen wollten, gab es eine leckere kartoffel-möhren-suppe mit meersalz und einer prise chili abgeschmeckt. mit etwas geräuchertem fisch und einem klecks meerettich war sie eine wahre kulinarische offenbarung.
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nach einer kurzen verschnauf- und klönschnack-pause gab es eine echte norddeutsche spezialität: das labskaus mit rote-beete und gewürzgurken. ich bin mir nicht ganz sicher, ob die rote beete oder eher das labskaus die foodblogger geteilt hat. die rote beete konnte man bei nichtgefallen weglassen. für mich gehören gurken und rote-beete jedoch geschmacklich einfach dazu.
das labskaus ist wieder ein gutes bespiel dafür, wie man aus wenigen zutaten (corned beef + kartoffeln, pfeffer) schnell etwas leckeres zaubern kann. dafür, dass es nicht gerade fotogen ist, kann es ja nicht. wem die optische herausforderung des labskauses noch nicht ausgereicht hat, konnte die optik mit einem brathering (engl. brathering *ggg*) verbessern.
“bratheringe sind ein einfaches gericht der deutschen küche aus gebratenen, marinierten heringen.
zur zubereitung werden ganze, grüne (frische) heringe in mehl gewendet oder paniert, gebraten und anschließend in einer kurz gekochten marinade aus essig und wasser, zwiebelringen, salz, gewürzen wie pfeffer, lorbeer und senfkörnern sowie etwas zucker eingelegt. sie werden kalt und gut durchgezogen mit brot, bratkartoffeln oder pellkartoffeln serviert. durch das einlegen werden die dünnen gräten des grünen herings teilweise aufgelöst, sodass diese beim verzehr kaum stören.” (infos von hier)
als nächstes wurden möhren, lauch und zwiebeln geputzt und fein geschnitten, für die muscheln in sahne-pastis-sauce. für mich war es das erste muschelgericht, mal abgesehen von den wenigen pizzen mit meeresfrüchten, die ich während meines studiums vor vielen jahren verzehrt habe.
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fazit: wenn man mir die muscheln so fertig mit einem glas wohl temperierten weisswein und einem stück baguette serviert, gern wieder. ich glaube aber nicht, dass ich mich jemals trauen werde, muscheln selbst zuzubereiten. ![]()
steph hatte als organisatorin an alles gedacht. so hatte sie sicherheitshalber zwei kg vom feinsten französischen käse und dazu passenden rotwein besorgt. alle, die von den vorherigen gängen noch nicht pappsatt waren, konnten mit gutem gewissen zulangen.
alle anderen wollten aber auch nicht unfreundlich wirken und so probierte jeder mal ein stück hiervon, ein kleines stück davon. der blauschimmel-käse war in wenigen minuten alle. ich muss zugeben, mit dem leckeren rotwein fiel es mir auch nicht gerade schwer, beinahe alle sorten zu testen.
fazit: man muss nicht immer kochen, um was leckeres am abend zu sich zu nehmen.
einige foodbloggerinnen waren noch der meinung, dass das waffeleisen nicht umsonst hierhin geschleppt werden wollte. also gab es noch kurzerhand eine portion waffel mit dem leckersten kräuterquark, was ich je probiert habe. da ich zu diesem zeitpunkt bereits hoffnungslos gesättigt war, habe ich nur dieses eine foto schießen können. an dem bild kann man jedoch erkennen, dass die waffeln superknusprig waren und eine perfekte farbe hatten ich brauche also doch noch ein küchengerät *grrrrr* ![]()
das war unser perfekter foodbloggertag in hamburg, mit einer perfekten küche (jedoch ohne kartoffelstampfer, wie wir feststellen mussten), mit der perfekten aussicht, auch im übertragenen sinne. denn es wird 2011 auch wieder ein foodbloggertreffen im hamburg geben.
dazu sind alle foodblogger/innen und kochbegeisterte eingeladen. es ist immer wieder interessant, die leute, die man aus dem internet “kennt” und die gleichen vorlieben haben, auch einmal persönlich kennenzulernen.
bis dahin… wir lesen uns…
ups, beinahe vergessen: vielen dank an steph für die großartige organisation und das besorgen aller notwendigen zutaten zum kochen, erlesenen getränken, deko etc. falls ich was vergessen haben wollte, bitte ergänzen….
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